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Das erste Jahr deines Welpen: Pflege Monat für Monat

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7 Min. Lesezeit Zuletzt aktualisiert am

Aus PawPedia, einer Enzyklopädie über das Leben mit Tieren

Inhalt

Kurz gesagt

Das erste Jahr eines Welpen dreht sich um einen Tierarztbesuch in den ersten Tagen, eine Reihe von Grundimpfungen, regelmäßige Entwurmung, frühe Sozialisierung, Stubenreinheitstraining und eine schrittweise Umstellung der Fütterung. Halte dich an den Plan deines Tierarztes für deinen Welpen. Ruf sofort beim Tierarzt an bei wiederholtem Erbrechen, blutigem Durchfall, Schwäche, Atemproblemen oder wenn er etwas Giftiges verschluckt hat.

Auf einen Blick
Ein schwarz-weißer Welpe liegt mit einem Seilspielzeug auf einer gestrickten Decke, während die Hand eines Menschen ihm über den Rücken streicht.
Ein schwarz-weißer Welpe mit einem Seilspielzeug auf einer Decke
Erster SchrittEin Tierarztbesuch in den ersten Tagen, auch wenn der Welpe gesund wirkt
Core-ImpfstoffeBeginn mit sechs bis acht Wochen, dann alle zwei bis vier Wochen bis zu einem Alter von mindestens 16 Wochen
EntwurmungAlle zwei Wochen ab einem Alter von zwei Wochen bis zwei Wochen nach dem Absetzen, danach bei Risiko monatlich bis zum Alter von sechs Monaten, mit einem vom Tierarzt ausgewählten Mittel
MahlzeitenMeist vier kleine Mahlzeiten am Tag mit sechs bis zwölf Wochen, drei ab etwa drei Monaten und zwei ab sechs Monaten
SozialisierungDie ersten drei Lebensmonate sind das wichtigste Zeitfenster
VermeidenHundeparks und Orte, die von vielen Hunden mit unbekanntem Gesundheitszustand genutzt werden, bis die Grundimmunisierung abgeschlossen ist
ZahnwechselDie bleibenden Zähne brechen ab etwa drei bis vier Monaten durch und sind meist mit etwa sieben Monaten alle vorhanden
TrainingKurz, unterhaltsam und belohnungsbasiert, mit Leckerlis, Lob und Spiel
Futter für erwachsene HundeDie meisten Hunde sind mit 9 bis 12 Monaten so weit; große Rassen und Riesenrassen können fast zwei Jahre brauchen, bis sie ausgewachsen sind
KastrationSprich mit deinem Tierarzt; viele Hunde werden mit etwa sechs Monaten operiert
Notfall beiMehrmaliges Erbrechen, Durchfall, Taumeln oder ein Krampfanfall, Atembeschwerden, blasses Zahnfleisch oder das Verschlucken eines Gegenstands oder von etwas Giftigem

Ein Welpe verändert sich in seinem ersten Jahr mehr als in jeder anderen Lebensphase. Er bekommt seine bleibenden Zähne, erhält die Impfungen, die ihn jahrelang schützen werden, und lernt, mit Menschen und anderen Tieren zusammenzuleben.

Dieser Ratgeber begleitet das Jahr ab einem Alter von etwa zwei Monaten, wenn viele Welpen in ein neues Zuhause ziehen. Die Zeitpläne unterscheiden sich je nach Tierarztpraxis und Land. Nutze ihn daher als allgemeine Orientierung und halte dich an den Plan deines Tierarztes für deinen Welpen.

Eingewöhnung mit zwei Monaten

Vereinbare in den ersten Tagen einen Tierarzttermin, auch wenn der Welpe gesund wirkt. Bring alle Unterlagen mit, die du erhalten hast, etwa einen Heimtierausweis oder einen Impfpass mit den Daten der Impfungen und Entwurmungen. Der Tierarzt untersucht den Welpen und plant die nächsten Schritte. Junge Welpen gehen meist alle paar Wochen zum Tierarzt, bis sie etwa vier Monate alt sind.

Die Core-Impfstoffe schützen vor Staupe, Parvovirose und dem caninen Adenovirus, dem Erreger der Hepatitis contagiosa canis, einer ansteckenden Leberentzündung. Internationale Leitlinien der World Small Animal Veterinary Association (WSAVA) empfehlen, im Alter von sechs bis acht Wochen mit ihnen zu beginnen und sie alle zwei bis vier Wochen zu wiederholen, bis der Welpe mindestens 16 Wochen alt ist. Es sind mehrere Impfdosen nötig, weil von der Mutter übertragene Antikörper einen Impfstoff in den ersten Wochen blockieren können und diese Antikörper bei jedem Welpen in einem anderen Alter nachlassen.

Spulwürmer sind bei jungen Welpen sehr häufig, und viele sind schon vor der Geburt infiziert. Die europäischen Parasiten-Leitlinien (ESCCAP) empfehlen, Welpen ab einem Alter von zwei Wochen zu entwurmen, und zwar alle zwei Wochen bis zwei Wochen nach dem Absetzen und danach monatlich bis zum Alter von sechs Monaten, wenn das Infektionsrisiko weiter besteht. Dein Tierarzt wählt ein Mittel und einen Zeitplan, die zu Alter und Gewicht deines Welpen passen.

Im Alter von sechs bis zwölf Wochen frisst ein Welpe meist vier kleine Mahlzeiten Welpenfutter am Tag. Miss jede Mahlzeit ab. Langsames, gleichmäßiges Wachstum ist gesünder als schnelles Wachstum, besonders bei großen Rassen.

Wähle für den Schlafplatz des Welpen eine ruhige Ecke, die warm und trocken ist. Welpen erkunden die Welt mit dem Maul, deshalb bewahre Putzmittel, Medikamente, Stromkabel und kleine Gegenstände außer Reichweite auf. Heb einen Welpen mit beiden Händen hoch, eine unter der Brust und eine unter dem Hinterteil, damit sein ganzes Gewicht gestützt ist. Die Erziehung zur Stubenreinheit kann am ersten Tag beginnen. Bring den Welpen oft nach draußen, besonders nach dem Schlafen, Fressen und Spielen, und lobe ihn, wenn er sein Geschäft an der richtigen Stelle macht. Mit Geduld lernen es die meisten Welpen innerhalb weniger Wochen.

Sozialisierung mit drei Monaten

Die ersten drei Lebensmonate sind das wichtigste Zeitfenster für die Sozialisierung. In dieser Zeit nehmen Welpen Neues leichter an als später. Laut der American Veterinary Society of Animal Behavior (AVSAB) sind Verhaltensprobleme der häufigste Grund, warum Hunde in einem Tierheim abgegeben werden, und eine gute frühe Sozialisierung hilft, ihnen vorzubeugen.

Kurze, ruhige und positive Erfahrungen wirken am besten. Lass den Welpen in seinem eigenen Tempo beobachten und sich annähern, und hör auf, bevor er müde wird oder Angst bekommt. Zu den sinnvollen Erfahrungen in diesem Alter gehören die folgenden.

  • Behutsames Anfassen von Pfoten, Ohren, Maul und Schwanz
  • Neue Menschen unterschiedlichen Alters, auch ruhige Kinder
  • Alltagsgeräusche wie Verkehr, Türklingeln und Haushaltsgeräte
  • Verschiedene Untergründe wie Gras, Fliesen, Kies und Stufen
  • Kurze Autofahrten
  • Gesunde Welpen und ruhige, vollständig geimpfte erwachsene Hunde

Welpenkurse sind eine gute Möglichkeit, das sicher zu tun. Laut AVSAB können Welpen schon mit sieben bis acht Wochen beginnen, sobald sie eine erste Entwurmung und mindestens sieben Tage vor der ersten Kursstunde mindestens eine Impfung erhalten haben. Bis die Grundimmunisierung abgeschlossen ist, meidest du am sichersten Hundeparks und andere Orte, die von vielen Hunden mit unbekanntem Gesundheitszustand genutzt werden, da sich dort Infektionen wie die Parvovirose ausbreiten können.

Ab etwa drei Monaten kommen die meisten Welpen gut mit drei Mahlzeiten am Tag aus. Bring dem Welpen bei, kurze Zeit allein zu verbringen, mit einem Kauspielzeug oder beim Schlafen in einer Hundebox oder einem Welpenauslauf. Das kann das Alleinsein später erleichtern.

Zahnwechsel mit vier bis sechs Monaten

Welpen haben 28 Milchzähne, die im Alter von drei bis fünf Wochen durchzubrechen beginnen. Ab etwa drei bis vier Monaten werden sie nach und nach durch die 42 bleibenden Zähne ersetzt, und meist sind mit etwa sieben Monaten alle bleibenden Zähne vorhanden. In dieser Phase kauen Welpen viel. Biete sichere Kauspielzeuge an und gib dem Welpen eines davon, sobald er an etwas kaut, das er nicht soll. Wenn neben einem bleibenden Zahn noch ein Milchzahn steht, sprich deinen Tierarzt darauf an. Wie du die Zähne putzt und einen Welpen daran gewöhnst, dass man ihm ins Maul fasst, erfährst du in unserem Ratgeber zur Zahnpflege bei Hund und Katze.

Die WSAVA hält die Impfdosis, die mit 16 Wochen oder später gegeben wird, für die wichtigste der Welpenimpfungen, daher fällt die letzte Core-Impfung für Welpen meist in diesen Zeitraum. Auch die Tollwutimpfung erfolgt oft in diesem Alter. In der EU kann der für Reisen erforderliche Tollwutimpfstoff ab einem Alter von 12 Wochen verabreicht werden, und nationale Gesetze haben ihre eigenen Regeln. Je nachdem, wo du lebst, schlägt dein Tierarzt eventuell auch Impfungen gegen Leptospirose oder Zwingerhusten vor.

Je nach Risiko kann die monatliche Entwurmung bis zum Alter von sechs Monaten weitergehen, und dein Tierarzt kann dir einen Floh- und Zeckenschutz vorschlagen, der zu Alter und Gewicht deines Welpen passt. Halte das Training kurz und unterhaltsam. Belohnungsbasiertes Training mit Leckerlis, Lob und Spiel geht mit weniger Verhaltensproblemen einher als Strafen. Grundsignale wie „Sitz“, „Bleib“ und „Hier“ sind ein guter Anfang.

Die Teenagerzeit

Mit sechs Monaten sehen viele Welpen erwachsen aus, doch ihr Körper und ihr Verhalten entwickeln sich noch. Die WSAVA empfiehlt inzwischen eine weitere Dosis der Core-Impfstoffe im Alter von 26 Wochen oder kurz danach oder einen Bluttest, der zeigt, dass der Welpe geschützt ist. Manche Tierarztpraxen folgen noch dem älteren Plan mit einer Auffrischungsimpfung im Alter von etwa einem Jahr. Ein umfassender Gesundheitscheck um den ersten Geburtstag herum, wenn nötig mit einer Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, ist ein guter Zeitpunkt, um alles zu überprüfen.

Ab sechs Monaten passen für die meisten Welpen zwei Mahlzeiten am Tag. Die meisten Hunde sind mit 9 bis 12 Monaten bereit für Futter für erwachsene Hunde, während große Rassen und Riesenrassen fast zwei Jahre brauchen können, bis sie ausgewachsen sind. Diese Rassen neigen eher zu Knochen- und Gelenkproblemen, wenn sie zu schnell wachsen oder zu viel Kalzium bekommen. Frag deshalb deinen Tierarzt nach einem Futter für Welpen großer Rassen. Tierärzte raten meist, Leckerlis auf höchstens etwa 10 Prozent der täglichen Kalorien zu begrenzen.

Das ist auch der übliche Zeitpunkt, um mit deinem Tierarzt über eine Kastration zu sprechen. Viele Hunde werden mit etwa sechs Monaten operiert. Bei Hunden, die einmal groß werden, raten manche Tierärzte, zu warten, bis das Wachstum abgeschlossen ist, oft zwischen 9 und 15 Monaten. Hündinnen können ab einem Alter von etwa sechs Monaten zum ersten Mal läufig werden, bei großen Rassen und Riesenrassen manchmal erst mit 18 Monaten bis zwei Jahren.

Nach sechs Monaten hängt die Häufigkeit der Entwurmung von der Lebensweise deines Hundes und von deinem Haushalt ab. ESCCAP empfiehlt bei unbekanntem Risiko eine Entwurmung mindestens viermal im Jahr und in manchen Situationen, etwa in Haushalten mit kleinen Kindern, eine monatliche Entwurmung oder Kotuntersuchungen. Frag deinen Tierarzt, wie viel Rennen und Springen deinem heranwachsenden Hund guttut, besonders bei einer großen Rasse. Setze Training und neue Erfahrungen das ganze erste Jahr über fort, denn das kann helfen, Problemen wie Stress beim Alleinsein vorzubeugen.

Wann es ein Notfall ist

Junge Welpen können innerhalb weniger Stunden sehr krank werden. Am sichersten ist es, sofort in einer Tierarztpraxis anzurufen, wenn du eines dieser Anzeichen bemerkst.

  • Mehrmaliges Erbrechen oder Durchfall, vor allem wenn er blutig ist
  • Kein Interesse am Futter, zusammen mit Mattigkeit oder Schwäche
  • Zittern, Taumeln oder ein Krampfanfall
  • Atembeschwerden oder blasses Zahnfleisch
  • Verschlucken eines Spielzeugs, einer Socke oder eines anderen Gegenstands
  • Fressen von etwas Giftigem, etwa Medikamenten, Schokolade, Weintrauben oder Rosinen, Zwiebeln oder Kaugummi und Süßigkeiten mit Xylit

Bei einem Welpen, dessen Impfungen noch nicht abgeschlossen sind, können Erbrechen oder Durchfall zusammen mit Mattigkeit ein Anzeichen einer Parvovirose sein, die schnell behandelt werden muss. Außerhalb der Sprechzeiten kann eine Notfall-Tierklinik helfen.

Welpen aus dem Tierschutz

Nach den EU-Vorschriften muss ein Hund mindestens 12 Wochen alt sein, um die für Reisen erforderliche Tollwutimpfung zu erhalten, und die Impfung wird 21 Tage später gültig. Ein Welpe, der für die Adoption in ein neues Land reist, ist bei seiner Ankunft also meist mindestens 15 Wochen alt und hat seine ersten drei Lebensmonate bereits hinter sich. Die Sozialisierung ist in diesem Alter trotzdem noch sehr wichtig. Geh langsam vor, sorge dafür, dass neue Erfahrungen positiv bleiben, und frag deinen Tierarzt um Rat, wenn der Welpe ängstlich wirkt.

Bei jedem Tier, das Paw Squadron rettet, beginnt alles mit einem Tierarztbesuch und einem Bad. Es bekommt eine Untersuchung, eine Entwurmung und eine Behandlung gegen Flöhe und andere Parasiten, und vor der Adoption wird es geimpft und mit einem Mikrochip gekennzeichnet. Bring den Heimtierausweis und die Unterlagen in den ersten Tagen zu deinem eigenen Tierarzt, damit er die nächsten Auffrischungsimpfungen und Parasitenbehandlungen planen kann, und aktualisiere die Registrierung des Mikrochips mit deinen Kontaktdaten.

Einige Parasiten von Welpen, darunter Spulwürmer, können auf Menschen übergehen, und kleine Kinder sind am stärksten gefährdet. Sich nach dem Umgang mit dem Welpen die Hände zu waschen und seine Häufchen sofort aufzusammeln, hilft, die ganze Familie zu schützen.

Wenn du überlegst, einem geretteten Welpen ein Zuhause zu geben, besuch unsere Adoptionsseite. Weitere Ratgeber zu Gesundheit und Pflege findest du in PawPedia.

Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen und ist keine tierärztliche Beratung. Wende dich in Fragen der Gesundheit deines Tieres immer an einen Tierarzt. Einige Bilder in PawPedia sind möglicherweise KI-generiert.

Diese Seite wurde zuletzt am 4. Oktober 2026 aktualisiert.

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